Dubai International Airport -Schoeller Arca Systems lieferte, wo andere scheiterten
Am 24. März 2009 fand während der SITL Exhibition in Paris an unserem Stand eine Pressekonferenz statt. Hierbei wurde verkündet, dass Schoeller Arca Systems Frankreich 22.000 Kunststoffpaletten nach Dubai liefert.
Der Höhepunkt dieser Pressekonferenz, welche von vielen professionellen Journalisten besucht worden ist, war die Verkündung der unüblichen und lehrreichen Geschichte, die sich hinter diesem Auftrag verbirgt.
Im November 2005 suchte die ALS Logistic Solutions LLC company, mit Sitz in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) - welche für die Gestaltug des Lagers des Duty Free Shops am Dubai Airport verantwortlich war- Suche nach Paletten, die bestimmte Anforderungen erfüllen. Dieses Lager ist ein komplett automatisiertes Hochregallager, wobei das Handling mit Fördersystemen erfolgt. Das System der Lagerung und Komissionierung musste absolut zuverlässig sein, da Eingriffe, um eine Palette aus dem Regal oder vom Förderband zu befreien, zu inakzeptablen Produktionsverzögerungen führen würden. Zusätzlich mussten die Paletten hohe Temperaturen aushalten, falls es zum Ausfall der Klimaanlage kommen sollte. Zudem sollten sie eine Belastung von bis zu 1.250 kg der Lagerung aushalten können, um nur einige Anforderungen zu nennen.
Die von ALS verwendete Web-Suchmaschine führte das Unternehmen auf die Planetpal.net Seite, ein Internetauftritt mit Informationen über und Angeboten von Paletten. Planetpal.net handelte sehr schnell und kontaktierte ALS noch im Verlauf des gleichen Tages. Nach der Besprechung der Gegebenheiten und Rahmenbedingungen wurden im März des Jahres 2006 2 Holzpaletten nach Dubai verschickt.
Im April des Jahres 2007 schritt das Projekt immer weiter voran und es wurden die ersten Tests unternommen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Holzpaletten aufgrund ihrer Mängel ( Veränderungen der Abmessungen, Ablösen der Barcode-Label) ungeeignet waren. Daher entschied man sich für den Gebrauch von Kunststoffpaletten und bat unter anderem Schoeller Arca Systems, einem der weltweit führenden Anbieter von Kunststoffverpackungen für das Material Handling und Spezialist für Paletten, um eine Lösung.
Im Mai 2007 erfolgte Tests zeigten, dass nur die Paletten von Schoeller Arca Systems der Stapelbelastung von 1500 kg im Regal, bei Temparaturen von bis zu 60 °C, stand hielten. Bei weiteren Test im Juni wurde offensichtlich, dass die Füße der Paletten beim Transport mittels der Förderbänder vorzeitigen Verschleiß aufwiesen. Die Reibung durch das Förderband hat auf die Palette eine ähnliche Wirkung wie eine kleine Säge. Daraufhin entwickelten die Ingenieure von Schoeller Arca Systems einen Prototyp, welcher per Flugzeug versandt wurde. Das Verschleißproblem wurde durch diese Entwicklung, es handelt sich um eine Art "Schuh" für die Palette, gelöst. Und dies alles in nur vier Tagen!
In einem Test wurde eine 3-jährige Verwendung unter Volllast simuliert und das Ergebnis ist ein um 50 % geringerer Verschleiß durch die "Schuhe". Somit war die Palette für den Einsatz geeignet. ALS orderte via Planetpal.net bei Schoeller Arca Systems zuerst 11.000 Stück, die in der ersten Hälfte des Jahres 2008 ausgeliefert worden sind. Für den zweiten Teil des Lagers wird in diesem Jahr ein Auftrag erfolgen, welcher im zweiten Halbjahr 2009 ausgeliefert wird.
Herr Walid Khoury, General Manager bei ALS Logistics:
“Nach einer intensiven Suche im Markt nach einer geeigneten Lösung und nachdem andere Unternehmen an der Aufgabe scheiterten, lieferte Schoeller Arca Systems die Lösung! Aufgrund der Flexibilität und Zusammenarbeit von Schoeller Arca Systems und Planetpool wurde die Übergabe des Projekts schnell realisiert.”
Diese Erfolgsgeschichte zeigt die Bedeutung der digitalen Wirtschaft in solch einem Geschäft dieser Größenordnung, durch die erfogreich spezialierte Planetpal.net Seite, die Kreativität und das schnelle Handeln der involvierten Personen (im speziellen bei Schoeller Arca Systems) und dem Innovationsgeist der Ingenieure von ALS, die auf der Suche nach einer Lösung waren und aufzeigen wie in Zukunft automatisierte Hochregallager aussehen können.

An der Vielzahl an Fragen, welche die Journalisten bei der Gesprächsrunde im Anschluß an die Pressekonferenz gestellt haben, läßt sich das enorme Interesse an diesem Thema ablesen. Und an der Anzahl der Besucher, welche rings um den Stand in den Gängen die Pressekonferenz verfolgten...