Seit heute bilden das niederländische Unternehmen Schoeller Wavin Systems und das schwedische Unternehmen Arca Systems eine Unternehmensgruppe unter dem Namen Schoeller Arca Systems. Die neue Gruppe hat ihren Hauptsitz in den Niederlanden und wird der weltgrößte Hersteller von Kunststoff-Mehrwegverpackungen für das Material-Handling sein.
Seit vielen Jahren sind Schoeller Wavin und Arca als Marktführer anerkannt. Schoeller Wavin führt den europäischen Kästen- und Traymarkt für die Getränkeindustrie und Poolunternehmen an, während Arca eine ähnliche Position bei Kunststoff-Mehrwegverpackungen inne hat, die in einer Vielzahl von Industriezweigen verwendet werden. Die beiden Unternehmen haben mehr als 30 Produktions- und Vertriebsstandorte in praktisch allen europäischen Ländern und auf dem amerikanischen Kontinent, wobei es kaum Überschneidungen gibt. Somit ergänzen sich die fusionierenden Partner sehr gut. Ihr Gesamtumsatz wird 2004 etwa 520 Millionen EUR betragen. Zusammen haben sie ca. 1.750 Mitarbeiter.
Ausdehnung
"Wir machen jetzt einen riesigen Schritt nach vorn", stellt der CEO von Schoeller Wavin, René Wolfkamp, fest, der auch CEO von Schoeller Arca Systems werden wird. "Seit Jahren zielten die Strategien beider Partner auf die Verbreiterung ihrer Produkt- und Marktbasis ab. Durch die Zusammenlegung der Kräfte ist uns dies mit einem Schritt gelungen und gleichzeitig werden wir die Nummer Eins in der Welt." Außerdem sieht Herr Wolfkamp exzellente Möglichkeiten für eine weitere Ausdehnung. "Der globale Markt für Kunststoff-Mehrwegbehälter wächst wegen der enormen Vorteile gegenüber traditionellen Materialien wie Holz, Stahl und Pappe um 4-6 % pro Jahr. Durch unsere Kreativität und Innovation bei der Entwicklung kostensparender Lösungen sind wir ganz sicher in der Lage, aus verschiedenen Möglichkeiten, die der Markt bietet, Nutzen zu ziehen. Neben Europa haben wir auch Ambitionen in den Vereinigten Staaten und Asien."
Global Sourcing
Der CEO von Arca, Wiking Henricsson, wird die Funktion des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden des neuen Unternehmens übernehmen. Er ist mit der Fusion gleichermaßen zufrieden. "Ich bin sicher, dass dies ein Vorteil für alle Beteiligten sein wird - sowohl für die Kunden und die Mitarbeiter als auch für die Anteilseigner. In einer Welt zunehmender Konsolidierung und Globalisierung war unser Industriezweig noch ziemlich zersplittert. Globale Unternehmen wie Getränkehersteller, Pool-Organisationen und die Automobilindustrie haben einen steigenden Bedarf an einem weltweit agierenden Partner (Global Sourcing). Wir können diese Anforderungen nun erfüllen und eine globale Partnerschaft schaffen, die auf der Plattform aufgebaut ist, die beide Unternehmen über die Jahre hinweg erfolgreich entwickelt haben. Wir bieten unseren Kunden gemeinsames Fachwissen, erweiterte Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und ein weltweites Netzwerk."
Der Vorsitzende Martin Schoeller fügt hinzu: "Es gibt einen weltweiten Trend in Richtung Lieferkettenintegration. Mehrwegverpackungen aus Kunststoff machen dies einfacher und effizienter, und gleichzeitig werden Rohstoffe gespart und wiedergewonnen. Wir werden uns diesen Vorteil zunutze machen und somit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten."